Abgeschlossene Projekte

Durch die Hochschulgesetzesnovelle, die im September 2020 in Kraft getreten ist, wurde die Anwesenheitspflicht von Studierenden in Lehrveranstaltungen neu geregelt (HochSchG § 26 Abs. 2 Nr.7). Im Auftrag der Hochschulleitung hat das GLK eine Abschätzung der Auswirkungen der neuen Regelung im Hochschulgesetz abgegeben und Vorschläge zum Umgang mit der Regelung unterbreitet. Um dem Beratungsauftrag der Hochschulleitung gerecht zu werden, hat das GLK für die Entwicklung seiner Vorschläge auch die Rückmeldungen der Fachbereiche und Hochschulen eingeholt. Das GLK hat seine Empfehlungen an die Hochschulleitung weitergeleitet.

Das GLK hat – unter Berücksichtigung der Vorgaben des Akkreditierungsrates sowie der ländergemeinsamen und landesspezifischen Strukturvorgaben für die Einrichtung und Akkreditierung von Studiengängen – Kriterien empfohlen, die handlungsleitend für die interne Akkreditierung von Studiengängen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sein sollen.
Akkreditierungskriterien zum Download

Die Arbeitsgruppe hat Standards bzw. einen Leitfaden für die Betreuung wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeiten an der JGU entwickelt.

Andres, Dörte, Marie-Theres Moritz und Wencke Oestreicher (2014): Gute Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten als Ansatz zur Prävention akademischen Fehlverhaltens. In: Information Wissenschaft und Praxis. Themenheft Akademische Integrität. Bd. 65, H. 1, S. 3-8.

Der angemessene Einsatz und die Begleitung von Doktoranden und guten Studierenden vor der Promotion in der Lehre besitzt erhebliches Potential zur Verbesserung der Lehre an der JGU und gleichzeitig zur Weiterqualifizierung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Als Querschnittsthema von GLK und GNK (Gutenberg Nachwuchskolleg) wurde die Thematik in Zusammenarbeit der Kollegs bearbeitet.

Die GLK-AG Ist-Zustand der Lehre hat 2016 einen nach Fachbereichen und künstlerischen Hochschulen differenzierten Bericht über den Zustand der Lehre an der JGU vorgelegt. Hierdurch wurde ein Überblick über positive Entwicklungen sowie Problemlagen in der Lehre geschaffen und die Realität des Lehrbetriebs an der JGU dokumentiert . Dieser fundierte Einblick dient dem GLK als Grundlage für eine ziel- und bedarfsgenaue Planung fördernder Maßnahmen für die künftige Lehre. Kooperationspartner des Vorhabens war das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ).
Vor dem Hintergrund des "shift from teaching to learning" und der damit verbundenen Neuorientierung der akademischen Lehr- und Lernformen an deutschen Hochschulen, bei der die Lernerzentrierung in den Fokus rückt, wählte das GLK "Kompetenzorientierung" 2012 als Jahresthema und widmete sich diesem in folgenden Maßnahmen:

Lehrideen vernetzen ist eine Plattform zur Information, Bündelung von Lehrideen und Vernetzung von Lehrenden, die zwischen der JGU und Hochschule Mainz und in Kooperation mit dem GLK entwickelt wurde. Die Plattform wurde im Januar 2018 veröffentlicht.
Zur Plattform Lehrideen vernetzen

Neben guter Lehre sind ein umfassendes Beratungsangebot sowie eine transparente Studienorganisation wesentliche Faktoren optimaler, auf den Studienerfolg ausgerichteter Studienbedingungen. Vor diesem Hintergrund wurden an der JGU drei Teilprojekte auf dezentraler Ebene durchgeführt:

  • Teilprojekt Lehren: Schaffung hochschuldidaktischer Angebote für Lehrende
  • Teilprojekt Organisieren: Ausbau der Studienbüros, die in den Fachbereichen für die gesamte Studienorganisation zuständig sind, zu dezentralen Kompetenzzentren
  • Teilprojekt Beraten: Erprobung von zehn innovativen Konzepten von Studienfachberatung in den Fachbereichen und im Zentrum für Lehrerbildung.

"Lehren – Organisieren – Beraten" (LOB) wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das GLK hat das Gesamtprojekt im Sinne eines Lenkungsausschusses begleitet.

Studien zum Entwicklungskontext der Studierenden, die aktuell auf die Universitäten zukommen, finden generationale Unterschiede, deren Einfluss auf die Organisation von Lernen und Lehren bedenkenswert ist. Im Wesentlichen werden dabei drei Aspekte genannt. Erstens, der schnelle Zugang und die breite Verfügbarkeit zu Wissen verändert die Einstellung zum Lernen. Die Herausforderung ist weniger das Auffinden als das bündeln, bewerten und verknüpfen von Wissen. Zweitens sind weite Teile der aktuellen Generation bereit zu gesellschaftlichem und sozialem Engagement, wie die Initiativen der Fridays for Future oder der Public Climate School ausweisen. Drittens wird festgestellt, dass eine Herausforderung dieser Generation darin besteht, individualisiertes Lernen und individuelle Rückmeldung zu geben und anzunehmen.

Der Übergang von der Schule zur Universität stellt für die jungen Erwachsenen einen Paradigmenwechsel dar. Wenn die akademische Integration gelingt, so ist dies ein guter Prädiktor für Studienerfolg. Gelingt diese nicht, so steigt die Studienabbruchneigung (Wagner, 2021). Die AG Millennials des GLK schlägt vor, dass sich die Universität mit der Frage befasst, welche strukturellen und administrativen Maßnahmen geeignet sein können, zur Sicherung des Studienerfolgs und der Stärkung der akademischen Kompetenzen der Generation der Millennials beizutragen.