Das Lehrprojekt nimmt die Entwicklung und Durchführung eines Planspiels zum Thema „Fake News in Schule und Unterricht“ vor. Schule verstehen wir dabei als pädagogische Handlungseinheit im Sinne von Fend (1988), in der schulische Akteur:innen in komplexen institutionellen Kommunikations- und Entscheidungszusammenhängen agieren. Im Planspiel sollen die Studierenden als Kollegium einer Einzelschule agieren, in der neben Lehrpersonen auch Funktionsrollen wie z.B. die Schulleitung und Oberstufenkoordinator:in eingenommen werden. Daher ist das Szenario grundsätzlich anschlussfähig an andere schulpädagogische Problemstellungen, die in Zusammenhang mit faktenbasierter Urteilsbildung relevant sind. In ihren Rollen werden die Studierenden mit verschiedenen Szenarien von Fake News konfrontiert, die die Schulorganisation und Unterrichtsdurchführung betreffen und rollenspezifische Koordinierung und Kommunikation erfordern. Die Praxisorientierung des Planspiels ermöglicht es, die Undurchsichtigkeit von Falschinformationen zu erfahren und ihren Umgang mit ihnen zu erproben. Durch die Implementierung des Planspiels in die Regellehre können diese Erfahrungen reflektiert und theoriebasiert eingeordnet werden, um die professionell-pädagogische Handlungskompetenz zu fördern.