Das Projekt VR-KiJu entwickelt und erprobt den innovativen Einsatz von Virtual-Reality-Technologie in der Ausbildung angehender Psychotherapeut:innen im reformierten Studiengang M.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie. Ziel ist es, die in Lehrevaluationen wiederholt benannte Schwierigkeit zu adressieren, realitätsnahe Gesprächssituationen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zu üben. Da Schauspielpatient:innen im Kindesalter kaum verfügbar sind, ermöglicht VR eine immersive, authentische Simulation solcher Interaktionen. In der Lehrveranstaltung Vorbereitung Parcoursprüfung werden vier standardisierte Therapieszenarien sowie ein von Studierenden entwickeltes Szenario in virtuellen Therapieräumen umgesetzt. Bewegungen und Sprache der Studierenden werden in Echtzeit auf Avatare übertragen, sodass ein realistisches Training zentraler Kompetenzen (Gesprächsführung, Diagnostik, Einbezug von Bezugspersonen) möglich wird. Das Projekt umfasst Entwicklung, Durchführung und Evaluation des Formats innerhalb eines Semesters. Das Gelingen wird anhand der Kriterien Immersion, Lernerfolg, Akzeptanz, Selbstwirksamkeit, Diversität und technischer Praktikabilität evaluiert. Langfristig soll das Konzept verstetigt und auf weitere Fächer übertragbar gemacht werden.