Wenn die 2,6 Milliarden Christinnen und Christen weltweit ernst nehmen würden, was „Bewahrung der Schöpfung“ bedeutet, hätten Klimaschutz, Artenschutz und nachhaltiges Wirtschaften einen höheren Stellenwert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Wissen um die Krisen nicht ausreicht, um nachhaltig tätig zu werden, sonst würde viel mehr geschehen. Es braucht neue Narrative, um auch Emotionen anzusprechen und Motivation zu erzeugen. Dabei kann der Rekurs auf biblische Texte hilfreich sein: Mehrere Texte der christlichen Bibel sprechen und singen staunend von Gottes wunderbarer Welt – und sehr differenziert von der Rolle der Menschen darin. Das Lehrprojekt erarbeitet biblische Texte über die Schöpfung mit exegetischen Methoden. Daraus resultieren ethische Herausforderungen, affektive Berührungspunkte und Motivationen für das Verhalten. Die Studierenden sollen die Kernbotschaften identifizieren, formulieren und in medial vermittelbare Formen und Narrationen bringen: kurze Radiobeiträge, Instagram-Posts, Web-Artikel oder Beiträge für die Kirchenzeitung. Die Produkte sollen verschiedene Zielgruppen von der biblischen Botschaft her ansprechen und motivieren, die eigene Haltung zum Schutz der Mitwelt sowie das eigene Verhalten (Konsum, Reisen, Ernährung) zu überdenken.