Schwerpunktprojekte

Ausschreibung von Schwerpunktprojekten 2018
zum Thema Service Learning

Zielsetzung

Das GLK schreibt in seiner Förderlinie Innovative Lehrprojekte – Schwerpunktprojekte zum Thema Gesellschaftliches Engagement und Service Learning aus. Service Learning ist eine Lehr- und Lernform, die wissenschaftliche Inhalte mit gesellschaftlichem Engagement von Studierenden verbindet. In Formaten des Service Learning übernehmen Studierende Verantwortung für das eigene Handeln, für andere und/oder ihre Umwelt. Dabei nutzen sie ihre spezifischen fachlichen Kompetenzen, die sie in der praktischen Anwendung zugleich erproben und vertiefen. Service Learning fördert sowohl den Praxisbezug der universitären Lehre (und damit die Employability der Studierenden) als auch die Teilnahme von Studierenden an der Gestaltung des öffentlichen Lebens (Citizenship). Indem das zivilgesellschaftliche Engagement von Studierenden, Lehrenden und weiteren Hochschulangehörigen gestärkt wird, nehmen Hochschulen ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahr.

Auswahlkriterien

Beantragt werden kann die Entwicklung und Erprobung von Service Learning-Formaten im Pflicht- und Wahlpflichtbereich an der JGU.

Kriterien, die bei der Bewertung der Anträge besondere Berücksichtigung finden, sind:

  1. Nachhaltigkeit: Die geförderten Lehrprojekte dürfen experimentellen Charakter besitzen, sollen jedoch im Erfolgsfall nicht nur für die aktuelle Gruppe der Teilnehmenden einen Vorteil bringen, sondern nachhaltig die Lehre im Fach oder darüber hinaus weiterentwickeln und verbessern (s. 3. Modellcharakter). Die Nachhaltigkeit kann beispielsweise gewährleistet werden durch die finanzielle Sicherstellung einer Fortführung des Projekts oder die Entwicklung wiederverwertbarer Lehrformate bzw. längerfristig nutzbaren Lehrmaterials.
  2. Innovation: Die Projekte müssen innovativ sein. Dabei können sie sowohl der Weiterentwicklung etablierter als auch der Erprobung neuer Lehrformen dienen bzw. dazu genutzt werden, einen neuen inhaltlichen Fokus in der Lehre zu setzen. Projekte, die ein "weiter wie bisher, nur etwas besser" zum Inhalt haben, haben keine Erfolgsaussichten auf Förderung.
  3. Modellcharakter: Die Projektanträge sollen Überlegungen enthalten, inwieweit und unter welchen Bedingungen die Erfahrungen des Lehrprojekts für eine Übertragung auf andere Fächer bzw. Fachbereiche / Hochschulen genutzt werden können.

Antragstellung und Verfahren

Alle hauptamtlich an der JGU Beschäftigten können sich um die Förderung eines innovativen Lehrprojekts bewerben. Die Höchstfördersumme für ein Schwerpunktprojekt beträgt 30.000 Euro (mit besonderer Begründung bis zu 60.000 Euro).

Förderfähig sind folgende Kosten:

  • Vergütung einer befristeten Anstellung an der JGU auf Basis des TV-L zur Realisierung des Lehrprojekts
  • Beschäftigung von wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften bzw. Tutorinnen und Tutoren
  • in begründeten Fällen und zu geringem Anteil Sachmittel, sofern sie für die Durchführung des Lehrprojekts benötigt und entsprechend im Antrag ausgewiesen werden (die Finanzierung von Grundausstattung sowie von Repräsentationsausgaben ist nicht möglich)
  • Mittel zur Dokumentation und Veröffentlichung der Ergebnisse der Förderung
  • Eine Beantragung von Exkursionsmitteln (Reisekosten für Studierende) ist i.d.R. nicht möglich.

Die Antragstellung erfolgt über das Antragsformular Schwerpunktprojekt. Die Förderlaufzeit beträgt bis zu zwei Jahre.  Über die Anträge entscheidet der Vergabeausschuss des GLK.

Zum vollständigen Ausschreibungstext.

Vorbereitender Workshop

Zur Unterstützung der Antragstellerinnen und Antragsteller findet am 11.09.2018 von 09:00 bis 13:00 Uhr im Philosophicum II, Besprechungsraum EG (Jakob-Welder-Weg 20, Raum 00-212) in Kooperation mit dem Projekt Lehrideen vernetzen und der Prüfungswerkstatt ein Workshop statt, in dem Informationen über Rahmenbedingungen der Entwicklung von Service Learning-Formaten und der Möglichkeit/Ausgestaltung von Prüfformen gegeben werden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, bereits an eigenen konkreten Lehrideen zu arbeiten und so einen Projektantrag vorzubereiten (der Workshop wird mit 4 AE bescheinigt und gilt als Weiterbildungsveranstaltung, die auch im Rahmen des Zertifikats für Hochschuldidaktik in Rheinland-Pfalz anerkannt wird). Eine verbindliche Anmeldung erfolgt über die Plattform Open Olat (die Teilnehmerzahl ist beschränkt). Hier geht es zur Anmeldung.

Bisherige Schwerpunktthemen

2010: Lehren an der Massenuniversität: Lehrveranstaltungen mit überproportional großen Studierendengruppen
2012: Diversity – Chancengleichheit und Umgang mit Heterogenität/Verschiedenheit
2013: Kompetenzorientiertes Lehren und Lernen
2014: Forschungsorientierte Lehre
2015 (I): Diversität
2015 (II): Interdisziplinarität in Studium und Lehre
2016: Internationalisierung in Studium und Lehre an der JGU
2017: Blended Learning