Einzelprojekte

  • Die Fördermaßnahme Innovative Lehrprojekte des Gutenberg Lehrkollegs (GLK) dient der Profilschärfung der Lehre. Die Förderung konzentriert sich auf Lehrprojekte, die im Erfolgsfall Modellcharakter für das Fach oder die Fachkultur haben, so dass die Erfahrungen in die reguläre Lehre fließen bzw. das Projekt verstetigt werden kann.

Kriterien, die bei der Bewertung der Anträge besondere Berücksichtigung finden, sind:

1. Nachhaltigkeit: Die geförderten Lehrprojekte dürfen experimentellen Charakter besitzen, sollten jedoch im Erfolgsfall nicht nur für die aktuelle Gruppe der Teilnehmenden einen Vorteil bringen, sondern nachhaltig die Lehre im Fach oder darüber hinaus weiterentwickeln und verbessern (s. Modellcharakter). Die Nachhaltigkeit kann beispielsweise gewährleistet werden durch die finanzielle Sicherstellung einer Fortführung des Projekts oder die Entwicklung wiederverwertbarer Lehrformate bzw. längerfristig nutzbaren Lehrmaterials.

2. Innovation: Die Projekte müssen innovativ sein. Dabei können sie sowohl der Weiterentwicklung etablierter als auch der Erprobung neuer Lehrformen dienen bzw. dazu genutzt werden, einen neuen inhaltlichen Fokus in der Lehre zu setzen. Projekte, die ein „weiter wie bisher, nur etwas besser" zum Inhalt haben, haben keine Erfolgsaussichten auf Förderung.
3. Modellcharakter: Die Projektanträge sollen Überlegungen enthalten, inwieweit und unter welchen Bedingungen die Erfahrungen des Lehrprojekts für eine Übertragung auf andere Fächer bzw. Fachbereiche / Hochschulen genutzt werden können.

Weitere Aspekte (die keine Ausschlusskriterien darstellen) können sein:

  • Studierendenperspektive: Die Perspektive der Studierenden und die Orientierung am Kompetenzerwerb stehen im Vordergrund. Dies bedeutet etwa, dass Maßnahmen der Aktivierung der Studierenden, forschendes und kooperatives Lernen besonders gefördert werden.
  • Integration / Vernetzung / Koordination: Bislang getrennte Teilbereiche werden besser aufeinander abgestimmt oder miteinander verzahnt (z.B. unterschiedliche Lehrveranstaltungen, Studium und Praktika, verschiedene Teildisziplinen innerhalb eines Studiengangs).
  • Nachwuchsförderung: Studierende werden an Lehr-, Verwaltungs-, Forschungs- und konzeptionelle Aufgaben herangeführt, um die dabei erworbenen Qualifikationen sowohl in einer weiteren wissenschaftlichen als auch in einer außeruniversitären beruflichen Laufbahn einsetzen zu können. 
  • Zusammenhang zwischen Forschung und Lehre: Durch die Vorhaben wird der Zusammenhang zwischen Forschung und Lehre gefördert, beispielsweise durch Formen forschungsorientierten Lehrens und Lernens.
  • Berufspraktische Orientierung: Die Projekte schaffen eine Verbindung von forschungsorientierter Lehre mit berufspraktischer Orientierung und stellen damit Bezüge zwischen Studium und späterer Berufstätigkeit her.
  • Spezifische Lehr- und Lernsituationen: Neue Formen des Umgangs mit spezifischen Lehr-Lern-Situationen werden erprobt (z.B. große Gruppen, Prüfungsvorbereitung).
  • Kreativität und Wissenschaftlichkeit: Die Projekte tragen dazu bei, dass Kreativität und Wissenschaftlichkeit in der Lehre gefördert werden.
  • Diversität: Das beantragte Projekt enthält Ansätze, die eine zunehmend heterogene Studierendenschaft berücksichtigen und entwickelt Lösungen für eine stärkere Differenzierung des Studienangebots.
  • Breitenwirkung: Die Projektanträge beinhalten Überlegungen, wie das Lehrprojekt im Fach und darüber hinaus bekannt gemacht werden kann und wie möglichst viele Studierende von dem Projekt profitieren können.

Alle hauptamtlich an der JGU Beschäftigten können sich um die Förderung eines innovativen Lehrprojekts bewerben. Die Höchstfördersumme für ein Einzelprojekt beträgt insgesamt bis zu 15.000 Euro. Förderfähig sind folgende Kosten:

  • Vergütung einer befristeten Anstellung an der JGU auf Basis des TV-L zur Realisierung des Lehrprojekts
  • Beschäftigung von wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften bzw. Tutorinnen und Tutoren (Die Beantragung von Personalmitteln ist zu begründen mit den durchzuführenden Aufgaben, aufgeschlüsselt auf die jeweilige Personalstelle und den für diese Stelle beantragten Zeitraum)
  • in begründeten Fällen Sachmittel, sofern diese für die Durchführung des Lehrprojekts benötigt und entsprechend im Antrag ausgewiesen werden (die Finanzierung von Grundausstattung, sowie von Repräsentationsausgaben ist nicht möglich)
  • Mittel zur Dokumentation und Veröffentlichung der Ergebnisse der Förderung
  • Eine Beantragung von Exkursionsmitteln (Reisekosten für Studierende) ist i.d.R. nicht möglich.

Bitte beachten Sie die folgenden vierteljährlichen Fristen zum Einreichen von Einzelprojekten:

  • 28.02.
  • 31.05.
  • 31.08
  • 30.11.

Zur Ausschreibung!

Wissenschaftliche Begleitung

Das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung der JGU (ZQ) wurde mit der wissenschaftlichen Begleitung der durch das GLK geförderten innovativen Lehrprojekte betraut. Hierdurch soll ermöglicht werden, Ergebnisse der Projekte dem GLK zur Verfügung zu stellen, damit die Gesamtuniversität nachhaltig von den Projekten profitieren kann. Es gilt zu eruieren, welche Maßnahmen übertragbar sind beziehungsweise Impulse für Strukturveränderungen liefern können. Auch Möglichkeiten einer stärkeren Vernetzung der Projekte – im Falle von Schnittmengen – sollen aufgezeigt werden. Der wissenschaftlichen Begleitung kommt in Form einer Prozessbegleitung auch eine beratende Funktion zu.

Kontakt
Benedikt Schreiber, M.A., E-Mail
PD Dr. Manfred Herzer, E-Mail